„Die Antworten finden wir einzig in unserem Kontext. Für die Inspiration sind wir aber angewiesen auf die Erfahrungen der Weltkirche.“

Einen kleinen Ausblick auf den Runden Tisch vom 5.3. bei der katholischen Pfarrei Maria Lourde. Es begrüsst uns ein motiviertes Team, welche nicht nur die Bibel sondern auch viele Erfahrungen, feines Essen und Gedanken zu den Kleinen Christlichen Gemeinschaften und fresh expressions teilen. Anmeldeschluss ist der 28.2. Einfach ein E-mail an Esther Lingg mit dem Betreff: Runder Tisch. esther.lingg@zh.ref.ch

  • http://www.pfarrei-maria-lourdes.ch/…/lokale-kirchenentwick…

     

    Auszug aus dem Entwicklungsprozess von Maria Lourde

    Aufbruch mit den Kleinen Christlichen Gemeinschaften 2007

    Äusserlich gab es wenig Grund, unzufrieden zu werden mit unseren Hauskreisen. Sie trafen sich regelmässig, die Zahl der Menschen blieb stabil. Mit was also waren wir nicht mehr glücklich? Ich selbst war Leiterin eines Hauskreises und spürte, dass wir an einem Punkt angelangt waren, wo wir nicht mehr tiefer wuchsen in unserer Gottesbeziehung. Glaubenserfahrungen blieben aus.

    Einmal mehr auf unserem Weg entstand eine heilige Unruhe, die uns ins Suchen nach neuen Möglichkeiten drängte. Das Buch „Kirche, die über den Jordan geht“ von Christian Hennecke mit seinen Entdeckungen kam uns da wie gerufen. Zu verstehen, dass die Zeit des katholischen Milieus der Vergangenheit angehörte und dass das nach Veränderung rief, fiel bei uns auf fruchtbaren Boden.

    Da es in der Schweiz wenig Kirchorte gibt, die diesen Weg der Kleinen Christlichen Gemeinschaften eingeschlagen haben, führte unser Lernweg häufig ins Ausland. Wir besuchten Länder, in denen die Kirche durch die Situation, dass es kaum Geld gab und/oder die Menschen so weit auseinander lebten, es gar nicht möglich war, eine Versorgerkirche aufzubauen. Durch äussere Bedingungen waren sie von Anfang an gezwungen, nach anderen Wegen Ausschau zu halten. Was für ein Segen die Not doch manchmal sein kann.

    Unsere Reisen führten uns nach Südafrika, Indien, Philippinen und nach Frankreich. Dabei war uns klar, dass wir nie zur Kopie werden von dem Leben, das wir in der Ferne antreffen. Frucht dieser Reisen war, dass wir innere Bilder nach Hause trugen. Hier gilt
    es von Gottes Geist her zu verstehen, wie das in unserer Kultur gelebt werden kann. Es geht um die Essenz und nicht um äussere Formen. Wir Schweizer werden nie die faszinierenden Gesänge der Südafrikaner übernehmen können. Wortverehrung mit Räucherstäbchen und Blumen fanden wir in Indien toll und stimmig, hier in Zürich ist dies eher befremdend.

    Wie kommen also wir in der Schweiz, oder noch konkreter wir in der Pfarrei Maria Lourdes zu einer Wortverehrung, die uns entspricht? Oder wie entdecken wir den Wert der Nachbarschaft in einer modernen und
    reichen Gesellschaft, wo Mobilität so hochgeschrieben ist? Die Antworten finden wir einzig in unserem Kontext. Für die Inspiration sind wir aber angewiesen auf die Erfahrungen der Weltkirche.